Die Frage nach dem "guten" Essen

Mai, 2018 | Claudia Stoecklin

Ich kann dir nicht sagen, was du essen sollst, Essen ist etwas sehr persönliches und emotionales. Vielleicht kann nicht einmal dein Hausarzt, falls er es anspricht, dich wirklich davon überzeugen, was gesunde Nahrung ist.

Nahrung, Essen, Kochen, damit beschäftigen wir uns mehrmals täglich, haben also die Möglichkeit positiv auf unsere Gesundheit einzuwirken, aber eben, was für den einen stimmt, muss noch lange nicht für den anderen genau die gleiche Wirkung haben. So ist es alleine an dir herauszufinden, was eine gesunde Ernährung ist. Du bist der/die einzige, die weiss, wie die Nahrung bei dir ankommt, wie du dich danach fühlst und was du das nächste Mal lieber weglassen solltest. Was man aber allgemeingültig zur Nahrung sagen kann ist, dass auch hier die Dosis das Gift macht. Wir wissen es selber aus eigener Erfahrung. Ein Glas Wein ist ein Genuss, das zweite naja und ab dem dritten wünschen wir uns, wir hätten nicht so viel davon getrunken. So verhält es sich eigentlich mit fast allem.

Zu viele Früchte, nein, zu viel Fett, nein, zu viel Eiscreme, nein, zu viel Fleisch, nein.

 

Was ich mit diesem Intro sagen möchte ist, du sollst nur auf dich hören. Es kann aber gut sein, dass du, verdorben durch zu viel Zucker, Salz und verarbeitet Lebensmittel schlecht deinen Geschmack kennst. Dazu gibt es eine einfache Möglichkeit wieder herauszufinden, was zu dir passt.

Beginne jeden Tag mit einem oder zwei Lebensmitteln wie Bort mit etwas darauf und trinke deinen Café oder deinen Tee. In den nächsten paar Stunden solltest du nichts mehr zu dir nehmen, aber darauf achten, wie es deinem Bauch geht, wie es deiner Stimmung geht und wie fit du dich jetzt fühlst. Hast du Blähungen, Krämpfe, Durchfall, fühlst du dich gut und fit, ist deine Stimmung positiv oder eher negativ und hast du Lust dich zu bewegen oder möchtest du dich lieber aufs Sofa legen?

So kannst du mit jeder Mahlzeit verfahren. Nimm nur wenige Zutaten, koch dir damit etwas Feines und schaue, wie es dir dabei geht. So findest du allmählich heraus, was dir bekommt und auf was du lieber verzichten solltest. Wenn du dich von nun an an diese Regel hältst, wird es dir wahrscheinlich sehr gut dabei gehen. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass Nahrung auch Genuss heisst. Geniesse dein Essen und du wirst dein Leben viel mehr geniessen können.

So verhält es sich mit ganz vielem. Wenn wir wieder darauf achten, was uns gut tut und was wir lieber vermeiden sollten und weniger auf all die „guten“ Ratschläge anderer hören, dann sind wir bei uns, dann können wir das Leben geniessen und sind dadurch eine Bereicherung auch für andere.

Dazu habe ich gerade ein Buch gelesen, das genau das sagt. Höre auf dich, geniesse dein Essen und kaufe regionale und reife/genussvolle Lebensmittel ein. „Karotten lieben Butter“ von den Autoren Gunter Frank, Léa Linster und Michael Wink, hat sicherlich einen provokanten Titel, aber es versucht aufzuzeigen, dass wir Wesen sind, die auf eine lange Tradition zurückblicken können. Unsere Gene haben sich über viele Generationen an das Essen hier in Europa gewöhnt. Ebenso unsere Verdauung und der ganze Stoffwechsel. Wenn wir jetzt, wie wir es seit fünfzig sechzig Jahren machen, unser Essen als kleine Chemiefabrik fertig kaufen, dann hat das nichts mehr damit zu tun wie unserer Grossmütter gekocht haben, wie sie Essen haltbar gemacht haben und wie sie ohne Wissenschaft gewusst haben, dass eine Hühnersuppe Wunder bewirken kann.

Unsere Verdauung und damit auch unsere Gesundheit werden somit Tag für Tag auf die Probe gestellt. Wer robust genug ist, der schafft es bis zur Pensionierung ohne grosse

Schäden, wer es aber nicht ist leidet schon in jungen Jahren an all den zivilisatorisch bedingten Krankheiten, und das wünsche ich dir auf keine Fall!

 

Die Rezepte, die hier veröffentlich werden, sollen dich anregen, selber wieder den Kochlöffel zu schwingen und vielleicht gemeinsam mit deinen Freunden und deiner Familie eine Mahlzeit zu kochen und zu geniessen. Bon Appetit.


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